Stark für die Umwelt

Wie sich Kinder und Jugendliche für den Umweltschutz einsetzen können

Stark für die Umwelt

Wenn sich Kinder und Jugendliche für Natur- und Umweltschutz engagieren, dann mit besonders viel Überzeugungskraft und Glaubwürdigkeit – schließlich geht es um ihre eigene Zukunft.

Bäume pflanzen für eine bessere Welt

"Wir können die Gestaltung unserer Zukunft nicht den Erwachsenen alleine überlassen", sagte der 12-jährige Felix Finkbeiner, als er zusammen mit 21 anderen Kindern im Jahr 2010 das Buch "Baum für Baum" zu der von ihm 2007 gestarteten Baum-Pflanz-Kampagne veröffentlichte. Mit der Unterstützung seines Vaters und einiger anderer engagierter Erwachsenen erklärte Felix, warum die Klimakrise unsere Erde bedroht und was wir Menschen tun können, um die katastrophalen Auswirkungen zu mindern. Heute studiert Felix in London, und aus der zunächst kleinen Schülerinitiative in Süddeutschland ist die globale Bewegung „Plant for the Planet“ geworden, in der über 100.000 Kinder weltweit aktiv sind und bis heute mehr als 15 Milliarden Bäume gepflanzt haben. Ein beeindruckendes Ergebnis, das zeigt: Kinder können sich mit großem Erfolg für die Umwelt engagieren!

Tolle Ideen und Aktionen für Kids

Natürlich brauchen Kinder die Unterstützung engagierter Eltern oder anderer aktiver Menschen oder Organisationen. Dafür gibt es bundesweit viele schöne Beispiele. Die Greenteams zum Beispiel sind die aktiven Kinder-Umweltgruppen von Greenpeace. Die 9- bis 14-Jährigen kümmern sich um das Recycling von Handys, um Elefanten in Not oder Schnüre und Plastik im Wald. Für Kinder ab 6 Jahren gibt es etwa 700 Naturschutzjugend (NAJU)-Kindergruppen, in denen sie in wöchentlichen Gruppen oder auch Ferienfreizeiten lernen, wie aktiver Natur- und Umweltschutz funktioniert, um die natürlichen Lebensgrundlagen aller Menschen und die biologische Vielfalt zu erhalten. Und im Klima-Kita-Netzwerk engagiert sich die Naturschutzjugend für frühkindliche Klimaschutzbildung und zeigt Erzieherinnen, wie Klima- und Ressourcenschutz im Alltagshandeln von Kitas umgesetzt werden kann.

Weltretter gesucht – und bei Greenpeace gefunden

Haben Sie schon mal etwas von den "Jaggies" gehört? Das sind etwa 500 Jugendliche zwischen 14 und 19 Jahren, die sich bundesweit ebenfalls für die Umwelt stark machen. "Jag" kommt von Jugend-Aktions-Gruppe, und die dort Engagierten wollen auf ihre Art die Welt verändern. Mit Spaß und Kreativität, so wie Hanja, die im Webbereich der Jaggies sagt: "Ich bin bei Greenpeace, weil es mir Spaß macht, mich mit anderen coolen Leuten gemeinsam für eine bessere Welt einzusetzen", oder Maxi, der findet: "Ich bin bei Greenpeace, weil ich die Welt ändern oder wenigstens ein Stückchen besser machen will. Damit auch meine Kinder was davon haben." Straßentheater, Flashmobs, Konsumkritik, Kleidertauschpartys oder Planet Poesie – ein Poetry Slam zu Natur, Umweltschutz und Nachhaltigkeit –, der Einfallsreichtum der Jugendlichen ist unbegrenzt.
Jugendliche engagieren sich für die Umwelt

Wenn Umweltschutz Schule macht …

Das Wasser, das wir trinken, oder die Luft, die wir atmen: Wie gut Klima-, Natur- und Umweltschutz gelingen, hat einen großen Einfluss auf unsere Lebensgrundlagen und natürlich auf die Lebensqualität aller Menschen sowie zukünftiger Generationen auf unserem Planeten. Deshalb spielt Umweltschutz in der Schulbildung eine wichtige Rolle. Wie vielfältig und bunt das Engagement der Schulen und ihrer Schüler für die Umwelt ist, zeigt der bundesweite Klimaschutzschulenatlas: Vom Schulwandern, einer Papierwende im Büro oder Passivhaus-Schulen über Carrotmobs zum Klimawandel bis hin zu den besten Aktionen zur Abfallvermeidung oder der Prämierung nachhaltiger Energiesparmeister laufen von Nord bis Süd und von West bis Ost Hunderte umweltfreundliche Aktionen.

Ändere nicht das Klima – ändere Dich!

Prämierte "Energiesparmeister" Nummer eins des Jahres 2017 wurden zum Beispiel Schülerinnen und Schüler einer Mittelschule mit Gymnasium in Dresden. Die 35 Mitglieder der schulischen Klima-AG haben tatsächlich gleich ein ganzes Klimajahr an ihrer Schule geplant und organisiert. Das mitreißende Motto der Jugendlichen: "Ändere nicht das Klima – ändere Dich!" Geplant sind neben Podiumsdiskussionen, Infowänden, Recyclingtagen oder einem Veggie-Day auch mehrere Kunstprojekte und Events wie zum Beispiel ein Klima-Flashmob, eine Modenschau, ein Theaterstück und eine Musikperformance. Das Projekt durchzieht das gesamte Schulleben und will den Alltag der Schüler in der Schule und zu Hause beeinflussen. Ein starkes Vorbild auch für anderen Schulen und AGs.
Junge hält Pflanze

Unsere Produktempfehlung:
Wieso? Weshalb? Warum? Wir schützen unsere Umwelt

Schon Kinder sind offen für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur. Das Buch vermittelt, warum wir sparsam mit Strom und Wasser umgehen sollten, welche Bedeutung Wälder für unser Klima haben und wieso Umweltschutz auch Tierschutz ist. Kinder erfahren außerdem, warum es für die Umwelt besser ist, saisonale Produkte zu kaufen, wie man Verpackungsmüll einspart - und dass es Spaß macht, selbst aktiv zu werden.
Kinder malen Bilder
Kinder malen Bilder

Umweltschutz im Alltag – 5 Tipps für die ganze Familie

Wenn sich nicht nur ein einzelner Mensch, sondern gleich eine ganze Familie für die Umwelt engagiert, ist der Umweltschutzeffekt gleich zwei-, drei-, vier- oder fünfmal so groß – je nachdem, wie viele Mitglieder sich den guten Ideen anschließen.

Idee Nummer 1: Waschen, Zähne putzen – und Wasser sparen

Schon gleich nach dem Aufstehen können Kinder und Eltern mit dem Umweltschutz starten, indem sie sorgsam mit dem Lebensmittel Trinkwasser umgehen. Wer beim Waschen und Zähneputzen das Wasser nicht gedankenlos laufen lässt, sondern beim Putzen einen Becher benutzt und den Wasserhahn zwischendrin zudreht, tut der Umwelt jeden Tag gleich mehrfach einen großen Gefallen. Auf der Webseite der Berliner Wasserbetriebe können Kinder interaktiv eine Reise durch einen Wassertag erleben – mit vielen guten Erklärungen, wann, wie und wo man im Alltag Wasser sparen kann. Reinklicken lohnt sich!
Mädchen putzt sich die Zähne

Idee Nummer 2: Frühstücken – und Ressourcen schonen

Auch beim Frühstücken können kleine Dinge Großes bewirken, wenn viele Menschen einfache und gute Ideen für eine bessere Welt beherzigen. Fair gehandelter Kaffee oder Tee und Bio-Milch auf dem Tisch zeigen, dass man sich für faire Lebensmittelpreise sowie Mensch- und Tierwohl engagiert. Und wenn die Familie dann ausschwärmt in den Kindergarten-, Schul- oder Arbeitsalltag, gibt es gleich noch mal tolle Chancen für den Umweltschutz. Wer statt Einwegplastikflaschen mitzunehmen sein Wasser oder Getränk lieber in der Trinkflasche verpackt und dazu eine Brotdose für Proviant benutzt, statt es in Plastikfolie oder Tüte zu wickeln, tut Gutes: nämlich pro Jahr Hunderte von Plastikflaschen und Plastiktüten sparen, als Familie erreicht man sogar den Tausender-Bereich.

Idee Nummer 3: Ab in Kita, Schule oder Job – per Fahrrad, Bus oder Fahrgemeinschaft

Ein weiteres riesiges Thema im Umweltschutz ist die Mobilität, denn Autos verbrennen Kraftstoffe, und dabei gelangen schädliche Abgase in die Luft, die den Klimawandel befördern. Kinder und Eltern, die zu Fuß gehen oder Fahrrad fahren, halten damit die Luft rein und tun gleichzeitig noch etwas für ihre Gesundheit. Wann immer man die Möglichkeit hat, nicht mit dem eigenen Auto unterwegs zu sein, engagiert man sich also für die Umwelt – auch, indem man öffentliche Verkehrsmittel benutzt oder mit anderen Leuten, die ähnliche Wege haben, Fahrgemeinschaften bildet. Lieb gewonnene Gewohnheiten zu ändern, ist vielleicht erst mal unbequem. Aber Umweltschutz im Team oder in einer Fahrgemeinschaft kann auch ganz viel Spaß machen.

Idee Nummer 4: Einkaufen – regional und fair

Auch beim Essen und Einkaufen kann man zeigen, dass einem die Umwelt und die Zukunft unseres Planeten nicht egal sind. Wer heimisches Obst und Gemüse kauft, kann dadurch die Zahl importierter Lebensmittel verringern. Deren Nachtteil ist nämlich, dass der lange Transport in Flugzeugen oder Schiffen und die Kühlung der Lebensmittel währenddessen die Umwelt belasten. Auch wer regelmäßig oder sogar ganz auf Fleisch und Wurst verzichtet, lebt umweltfreundlicher und gesünder. Denn für ein Stück Fleisch sind viel mehr Anbaufläche und Wasser nötig als für Gemüse oder Getreide.

Idee Nummer 5: Umweltschutz leben – gemeinsam die Natur verstehen

An alle diese alltäglichen Tipps zu denken und noch mehr gute Ideen und Verhaltensweisen für den Schutz der Natur und Umwelt kennenzulernen – das passiert nicht von allein. Deshalb ist es schön, wenn sich Kinder und Eltern gemeinsam für Natur und Umwelt interessieren und Umwelt- und Naturschutz als Wert in der Familie gelebt wird. Zum Beispiel, indem man beim Essen öfter mal darüber spricht, wie wichtig Umweltschutz heute ist, indem man gemeinsam Filme oder Bücher zum Thema anschaut, Ausstellungen oder Umweltschutzgruppen besucht oder für Umweltschutzorganisationen spendet.
Mutter und Tochter entsorgen Plastikflaschen

Erfahren Sie noch mehr über Umweltschutz von Family & Friends Mama Anke

Ganz aufgeregt kam unsere Tochter letztens nach Hause. "Mama, stell dir mal vor, auf unserem Spielplatz liegt ganz viel Müll! Der ganze Sandkasten voller Bierdosen und Kippen. Auf der Rutsche lagen alte Plastiktüten!" Sie schimpfte und fluchte, rannte in ihr Zimmer und war fassungslos.

Worauf müssen wir in unserem Alltag achten? Wie können wir das Leben unserer Familien umweltbewusster gestalten? Family & Friends Mama Anke und ihre Tochter fassen sich dabei an die eigene Nase und spielen "Umweltbingo". Lesen Sie nach, wie das auch in Ihrem Alltag funktioniert!
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