Hilfe mein Kind ist krank!

Bücher bereiten einfühlsam auf den Arztbesuch vor!

Wenn Kinder krank sind

In dieser Zeit brauchen sie besonders viel Zuwendung und Aufmerksamkeit. Doch wie sollen die Eltern ihr Kind behandeln, diese Frage ist nicht immer leicht zu beantworten.
Mit den Ravensburger Produkten erfahren Kinder auf anschauliche und einfühlsame Weise was sie beim Arztbesuch erwartet, wie es in einem Krankenhaus zugeht und was hilft schnell wieder gesund zu werden.
Weitere Tipps gibt es von der Kinderärztin Dr. Annette Lingenauber.

Kranke Kinder brauchen liebevolle Zuwendung und Hilfe

Was geht in kleinen Kindern vor, wenn sie krank sind? Das kommt natürlich auch darauf an, wie alt die Kinder sind. Im ersten Lebensjahr haben Kinder noch keine Vorstellung davon, was mit ihnen passiert, wenn sie plötzlich Schnupfen, Husten oder Fieber haben. Sie fühlen sich einfach nur unwohl, sind anlehnungs- und ruhebedürftig oder quengelig.

Für die Eltern sind die ersten Infekte ebenfalls eine neue Erfahrung: Oft geben Kinderärzte bei den Vorsorgeterminen schon gute und praktische Tipps. Häufig wird zwischen dem ersten und dritten Lebensjahr herum eine Infektwelle beobachtet, doch bis zum Vorschulalter hat sich das kindliche Immunsystem weitgehend stabilisiert.


Mutter mit Kind beim Arzt Ravensburger
Krankes Kind im Bett Ravensburger

"Bald bist du wieder gesund, mein Schatz!"

Kinder lernen im Heranwachsen durch verschiedene körperliche Erfahrungen wie Schnupfen oder Fieber, Bauch- oder Ohrenweh, dass Kranksein zwar unangenehm ist, aber auch wieder vorbeigeht. Manchmal fühlt sich krank sein für sie sehr komisch an – gerade in solchen Situationen sind Kinder besonders auf ihre Bezugsperson angewiesen.

Die meisten Kinder bekommen intuitiv mit, wenn sich die Eltern Sorgen machen. Damit das nicht passiert, ist es wichtig, als Erwachsener Ruhe und Zuversicht auszustrahlen und sich den Stress, den ein krankes Kind verursacht, nicht anmerken zu lassen. Kranke Kinder sind oft eher über Körperkontakt und Zuneigung zu erreichen als über Worte – in Ruhe am Bett zu sitzen und zu trösten ist oft genauso wichtig wie die richtige Medizin.

Krankes Kind im Bett Ravensburger

Zur Ruhe kommen mit kleinen Geschichten

Jedes Kind ist anders: Viele Kinder lieben es, in solchen Krankheitssituationen gemeinsam mit Mama oder Papa ganz in Ruhe ein Kinderbuch anzuschauen – vielleicht ihr Lieblingsbuch –, etwas vorgelesen oder erzählt zu bekommen. Manche sind aber auch zu erschöpft und schlapp und möchten einfach nur schlafen.

Geht es ihnen schon wieder etwas besser, interessieren sich die meisten Kinder sehr für das Thema Kranksein. Was passiert beim Kinderarzt? Warum werden kranke Kinder ins Bett gesteckt? Und was gehört eigentlich alles in einen Arztkoffer? Viele spannende Themen, zu denen es liebevoll gestaltete Kinderbücher für die verschiedenen Altersgruppen gibt.

Infekte sind Teil der kindlichen Entwicklung

Erfahrene Kinderärzte wissen: In den ersten Kinderjahren bis zur Einschulung sind mehrere Infekte pro Jahr vollkommen normal (im Durchschnitt sieben bis acht, aber auch bis zu zwölf Infekte).

„Viele Eltern fragen mich dann, ob es sein könnte, dass ihr Kind einen Immundefekt hat“, berichtet die Hamburger Kinderärztin Dr. Annette Lingenauber, „aber ich kann fast alle beruhigen. Vom Ende des ersten Lebensjahres bis zum dritten Lebensjahr sind Infekte, manchmal sogar ganze Infektketten, Teil der kindlichen Entwicklung.“

Balance-Akt: kranke Kinder, berufstätige Eltern

Für berufstätige Eltern sind gerade solche Infektketten eine große Belastung. Kaum hat man das Gefühl, es geht dem Kind wieder gut, kommt aus der Kita schon wieder die Nachricht, das Kind sei den ganzen Tag schlapp gewesen.

Für junge Eltern ist es eine enorme Belastung und Herausforderung zugleich, beim vierten Infekt innerhalb kürzester Zeit ruhige Nerven zu bewahren. Dabei ruhig und zuversichtlich zu bleiben, ist die große Kunst. Das Gute daran: Beides schont die eigene Gesundheit und hat obendrein einen positiven Effekt auf die Abwehrkräfte aller Familienmitglieder.

Junge mit Fieberthermometer Ravensburger

Tipps von Kinderärztin Dr. Annette Lingenauber
Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V. (BVKJ)

1. Ruhe gönnen
Für alle kleinen und großen Menschen, die krank sind, von zentraler Bedeutung: AUSRUHEN. Eltern sollten ihren kranken Kindern möglichst viel Ruhe gönnen, schlafen ist oft die beste Medizin.

2. Nähe und Kuscheln tun gut
Nicht alle kranken Kinder kuscheln gern – aber wenn kranke Kinder Nähe und Körperkontakt suchen, sollten Mutter und Vater für sie da sein, um zu trösten und zu beruhigen. Niemand, der krank ist, ist gern allein.

3. Erfahrungen sammeln
„Mein Kind hat so hohes Fieber, ist es jetzt schwer krank?“ Die ersten Infekte sind für Eltern kleiner Kinder oft noch schwierig einzuordnen, sie fangen ja erst an, Erfahrungen mit einem kranken Kind zu sammeln. Hohes Fieber bedeutet zum Beispiel nicht automatisch eine schwere Erkrankung. Manche Infekte gehen bei Kindern einfach mit hohem Fieber einher, zudem ist die Neigung zu Fieber bei uns Menschen unterschiedlich ausgeprägt.
• Faustregel: Ab 39,5 Grad sollte das Fieber gesenkt werden.
• Warnzeichen für eine ernstere Erkrankung können sein: Wenn das Fieber trotz fiebersenkender Medikamente (Paracetamol, Ibuprofen) nicht sinkt; das Kind nichts trinken mag; das Kind sich fortlaufend erbricht; das Kind matt und apathisch ist.

4. Trinken ist wichtig
Kranke Kinder brauchen vor allem viel Flüssigkeit. Es ist also wichtig, darauf zu achten, dass die Kinder genug trinken – ob Wasser, Saft, Schorlen oder milde Tees mit Honig. Essen mögen kranke Kinder dagegen häufig gar nicht anrühren. Das ist vollkommen in Ordnung, Eltern dürfen das ruhig respektieren und die Kinder nicht mit dem Thema Essen quälen. Hauptsache, die Flüssigkeitsversorgung stimmt.

5. Bei Atemwegsinfekten angesagt: gute Luft
Vor allem bei Atemwegsinfekten ist es wichtig, dass die Raumtemperatur nicht zu hoch und die Luft nicht zu trocken ist. Regelmäßiges Lüften ist hilfreich. Außerdem wichtig zu wissen: Nikotin ist ein besonders starker Reiz für kindliche Atemwege. Kinder rauchender Eltern haben nachweislich mehr Infekte.

6. Zurück in die Kita – der richtige Zeitpunkt
Wann darf mein Kind wieder in die Krippe oder Kita? Das kommt natürlich auch auf die Betreuungszeiten und den -schlüssel an, manche Kitas haben dazu auch „Spielregeln“ aufgestellt, aber generell empfehlen wir Kinderärzte: Das Kind sollte einen Tag fieberfrei sein und auf jeden Fall wieder „normal“ belastbar.

7. Es hilft, wenn Kinder altersgerecht geimpft sind
Noch ein abschließender Satz, der uns Kinderärzten am Herzen liegt: Sind Kinder altersgerecht geimpft, kommen sie unserer Erfahrung nach stabiler durch die ersten Lebensjahre
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