Superbruder, Schwesterherz

Über Liebe und Eifersucht unter Geschwistern

Vor- und Nachteile des Geschwisterlebens

Mit Geschwistern wird es nie langweilig! Sie sind (fast) immer da, sind großartige Spielkameraden, nervig, lustig, anstrengend – und manchmal auch sooooo neidisch. Aber Eifersucht hin oder her: Wenn es darauf ankommt, halten Geschwister zusammen. Welche Vor- und Nachteile hat das Geschwisterleben? Und wie können es Eltern hinbekommen, allen Kindern gleich gerecht zu werden?

Zwischen Liebe und Eifersucht

Schön ist es, einen Bruder oder eine Schwester zu haben: Man hat immer jemanden zum Spielen – auch in den Ferien. Bei Streit mit den Eltern ist man nicht allein. Und wenn man einen Streich aushecken möchte, muss man nicht lange nach Komplizen suchen. Im Bilder- und Vorlesebuch „Superbruder, Schwesterherz“ werden elf spannende, lustige, aber auch mal konfliktträchtige Geschwistergeschichten erzählt. Schließlich kennt einen niemand so gut wie der eigene Bruder oder die eigene Schwester. Geschwisterliebe hat aber auch ihre Kehrseiten: Niemand auf der ganzen Welt kann einen so gezielt und fies ärgern oder bei den Eltern verpetzen wie ein eifersüchtiges Geschwisterkind.
Bruder und Schwester bei Ravensburger

Wie Rivalität und Neid unter Geschwistern entstehen

Keine Frage: Der Alltag mit zwei oder mehreren Kindern ist turbulent. Kinder sind sehr aufmerksame Beobachter und schauen genau hin, wie viel Aufmerksamkeit oder Zuneigung jedem in der Familie zuteil wird. Manchmal fühlen sie sich dabei ungerecht behandelt und bringen das dann auch zur Sprache. Leider oft genau in dem Moment, in dem Eltern ohnehin schon gestresst sind. Oberstes Gebot in so einer Situation: Ruhe bewahren. Und sich darüber freuen, dass sich das Kind in der Familie so sicher fühlt, dass es seine Sorge anspricht und zeigt. Wie Familien mit neuen Geschwistern wachsen, kann man auch in den Bilderbüchern „Große Schwester, kleiner Bruder“ und „Wir sind jetzt vier!“ erleben – da hat Mama plötzlich auch nicht mehr so viel Zeit zum Fußballspielen wie ohne Baby.
Vater begrüßt seine Kinder bei Ravensburger

Gleichbehandlung: Mama und Papa haben euch alle gleich lieb…

Eine Frage, die genau an diese Sorge anknüpft und alle Kinder immer wieder beschäftigt, ist: „Mama oder Papa, wen hast du eigentlich lieber?“ Dahinter steht das Bedürfnis jedes Kindes, von den Eltern für seine besondere Persönlichkeit und Einzigartigkeit geliebt zu werden. Kluge Antworten gehen in Richtung: „Du bist für mich mein ganz besonderes Kind, weil…“ und „Ich mag dich für… und deine Schwester/deinen Bruder für…, und genau dafür habe ich euch gleich lieb“. Bei einer gemütlichen Familien-Kuschelzeit am Wochenende im großen Bett kann man solche Fragen in Ruhe besprechen – natürlich auch andere Familienthemen wie Zusammengehörigkeit oder die Frage, wer wen alles lieb hat. „Mein erstes großes Buch von meiner Familie“ bietet dazu schöne Bilder und anregende kleine Geschichten.
Vater begrüßt seine Kinder bei Ravensburger

Hilfreich bei Zurücksetzung: Zeit miteinander verbringen

Gefühle wie Eifersucht und Neid unter Geschwistern beruhen auf dem kindlichen Bedürfnis nach elterlicher Liebe und Aufmerksamkeit, das im Alltag manchmal nicht ausreichend bedient werden kann. Häufig ist das dann der Fall, wenn ein neues Baby in die Familie kommt. Beschweren sich Sohn oder Tochter, dass sie sich zurückgesetzt fühlen, hilft vor allem eins: Zeit miteinander verbringen – am besten exklusiv, also ohne dass das Geschwisterkind daneben sitzt. Dabei muss das gemeinsame Erlebnis gar nicht unbedingt spektakulär sein: Oft reicht es schon, in Ruhe und mal ganz ohne Zeitlimit miteinander zu puzzeln, zu malen, zu basteln, vielleicht auch ein thematisch passendes Buch wie das „Kindersachbuch Wieso? Weshalb? Warum? Unser Baby“ für Kinder ab zwei Jahren anzuschauen oder eine schöne Geschichte vorzulesen.
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