Der Eltern- und Kinder-Test

Ein Testbericht zu "Wieso? Weshalb? Warum?"

Eltern und ihre Kinder testen "Wieso? Weshalb? Warum?" - Wir entdecken Kleidung und Mode

Kennen Sie das "Loch im Bauch"-Alter? Das beginnt so in etwa im fünften Lebensjahr. Die Kinder stellen ungefähr 22 Fragen die Minute (laut statistischen Erhebungen in MEINER Familie). Gut die Hälfte der Fragen kann ich nicht beantworten oder zumindest nicht so detailliert, wie meine Tochter sich das wünscht. Letzte Woche war es mal wieder soweit.

Wir waren auf dem Weg, neue T-Shirts für meine Lina (6) zu kaufen. Die wächst so schnell wie eine Schlingpflanze und nichts passte mehr.

Lina hat mich auf dem Weg ins Einkaufszentrum gelöchert wie einen Schweizer Käse. Woraus werden T-Shirts gemacht? Was ist denn Baumwolle? Wo wächst die? Wie wird aus der Wolle ein T-Shirt? Und so weiter. Nach 20 Minuten Fahrt war ich schon ganz erschöpft. Einige Fragen konnte ich nicht beantworten. Zum Beispiel, warum die Jeans denn Jeans heißt – andere Hosen hätten ja auch keinen eigenen Namen.
Bei steigendem Stresslevel suche ich immer nach einem Ausweg. Diesmal führte der Ausweg nicht direkt in den Klamottenladen, sondern in eine Buchhandlung. Ich kaufte das Buch "Wieso? Weshalb? Warum? – Wir entdecken Kleidung und Mode". Wir setzten uns in die Eisdiele und nach etwas Lesen, viel Eis und einem großen Kaffee für mich war der Wissensdurst von Lina so weit gestillt, dass wir uns auf den Kleidungskauf konzentrieren konnten.
Besonders toll fand Lina die Kapitel über "Modenschauen" und "andere Länder". Die Bilder in dem Buch mit den Aufklappfenstern sind aber auch toll. Im Kapitel "Modenschauen" sieht man ein Model auf dem Laufsteg und wenn man das kleine Fenster aufklappt, kann man die Schlussszene einer Modenschau entdecken, in der der Designer und ein Model Applaus bekommen. Na das war natürlich etwas für meine Kleine, die auch selbst in der Theatergruppe an der Grundschule aktiv ist.

Im Kapitel "Welche Kleidung ist typisch für andere Länder?" konnten wir um die Welt reisen. Von Trachten in Bayern und Österreich, nach Japan zu den Kimonos und so weiter. Was ich super fand: Dass Kleidung aus Indien, Saudi-Arabien und Afrika abgebildet ist. Die sehen die Kinder ja auch öfter mal hier in Deutschland und ich tue mich manchmal schwer damit zu erklären, warum sich die Menschen anders anziehen.
Wir haben im Kindergarten zum Beispiel eine Dame, die immer Kopftuch trägt – das fand Lina damals immer komisch. In diesem Buch wird das – ohne, wie manchmal bei uns in Deutschland, ein "heikles Thema" zu sein – einfach so eingeordnet, wie es sein soll: als Teil der Kleidungstradition des Landes. So können Kinder das auch einfach verstehen.

Ich selbst fand übrigens an dem Buch am besten, dass da drinsteht, dass die Baumwollstoffe für T-Shirts gestrickt werden. Jawoll: gestrickt. Das hatte mir das Fräulein Tochter nämlich vorher im Auto nicht geglaubt. Sie hatte nur dicke Wolle und meine Stricknadeln vor Augen und konnte sich das nicht vorstellen. Einem Buch glaubt man einfach viel leichter als seiner Mutter.

Erst, als wir schon zu Hause waren, haben wir entdeckt, dass sich auf der letzten Seite des Buches noch ein Spiel befindet. Man kann die Figur eines Mädchens und Anziehsachen aus Pappe heraustrennen und dem Mädchen "anziehen". Das erinnert mich an die Papier-Anziehpuppen, die ich als Kind hatte. Lina war total begeistert und zog das Mädchen ständig um. Wie sich selbst auch. Ich frage mich, wie das in der Pubertät noch mehr werden soll.
Kind beim Einkaufen

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