Quasselstrippen

Testbericht von tiptoi® CREATE
Anke Brinkmann

Von Anke Brinkmann

Unsere Erfahrungen mit tiptoi® CREATE

Das Verhältnis „Quasselstrippen zu Schweiger“ ist in meiner Familie 2:1. Ganz gemäß dem Klischee sagen meine Tochter und ich täglich ungefähr doppelt so viele Worte pro Person wie mein Mann.

Wir reden, singen, streiten, dichten und diskutieren – Sprache ist einfach unser Element. Mein Mann denkt sich häufig seinen Teil und ist in allem, was er spricht, sehr effizient. Ich glaube, er leidet manchmal unter unseren unsortierten Wortwolken. Als das Paket mit tiptoi® CREATE ankam, waren wir Mädels dementsprechend freudig aufgeregt und mein Mann quittierte meine Erläuterung („Das ist wie tiptoi®, nur mit einer neuen Aufnahmefunktion. Da kann man Geräusche und Sätze aufzeichnen.“) mit: „Ach Du… jemine, das wird aber nerven.“

Kaum hatten wir Batterien eingelegt und die Software für das im Starter-Set enthaltene Buch „Die verrückte Weltreise“ blitzschnell mit dem neuen, stark verbesserten tiptoi® Manager auf den Stift geladen, ging es los. Meine Tochter war so ungeduldig, dass wir noch nicht einmal die Anleitung lesen konnten. Wir quasselten, mähten wie Schafe, erfanden neue Worte und Geräusche und lachten uns schlapp. Nach wenigen Minuten kam der Schweige-Papa um die Ecke und ich war im Zweifel, ob unsere Geräuschkulisse einfach zu viel für ihn war. Weit gefehlt: Unsere Geräusche klangen so lustig durch die Wohnung, dass er sich gerne anschauen wollte, was wir da machten. Wir überboten uns gegenseitig in der Disziplin „lustige Geräusche“ und hatten einen wirklich tollen Nachmittag.

Wer bei den lustigen Geräuschen gewonnen hat, ist nicht so ganz klar. Ich selbst kann super meine Stimme verstellen und ganz tief wie ein Monster reden und mein Mann beherrscht verschiedene Dialekte, die uns sehr zum Lachen gebracht haben. Stellen Sie sich einen Hund vor, der mit britischem Akzent über den andauernden Regen klagt. Frau Tochter war anarchisch kreativ, wie es nur Kinder sein können. Sie begann Dialoge zwischen den im Buch abgebildeten Figuren zu erfinden. Durch die Wohnung klang Lachen, das von einem ständigen „Lass mich noch mal“ begleitet wurde. Herrlich!

Für mich ist der tiptoi® mit dieser Funktion in eine völlig neue Welt eingetreten. Bisher nutzten wir den Stift in Situationen, in denen sich meine Tochter allein beschäftigen sollte. Sie hat sich mit ihrem tiptoi® Wissenswelten eröffnet. Als wir zum Beispiel zu Ostern in Ägypten waren, war unser fünfjähriges Kind besser auf den Urlaub vorbereitet als wir. Dank des Ägypten-Buches von tiptoi®. Natürlich sind alle Bücher und Spiele, die für den konventionellen tiptoi® angeschafft wurden, mit dem neuen Stift spielbar.

Jetzt fördert das Gerät die Kreativität und animiert dazu, gemeinsam zu spielen und ehrlich gesagt auch ein bisschen Blödsinn damit zu machen. Und was kann man Wertvolleres tun, als mit den Kindern ordentlich zu blödeln? Das Buch „Die verrückte Weltreise“ bietet ausführliche Möglichkeiten, seiner Fantasie freien Lauf zu lassen. Auf der Seite Antarktis muss man sich zum Beispiel überlegen, wie zwei Möwen miteinander sprechen, und beim Musikfestival in London gilt es, Instrumente zu imitieren. Das ist beides gar nicht so einfach!

Wenn ich jetzt etwas über Sprachförderung bei Schulkindern schreibe, die durch den tiptoi® CREATE mit Sicherheit stattfindet, rollt mein Mann sicher mit den Augen. Aus Gründen. Aber es sind nicht alle Kinder gleich. Die lustige Aufgabe, in sehr kurzer Zeit im Kopf etwas sortiert zu haben, das man im Spiel auf den Stift aufzeichnet, war ehrlich gesagt für uns alle herausfordernd – und hat nicht nur die Sprache unseres Kindes gefördert. Das ist Gymnastik für den Kopf und die kann wohl jeder ganz gut gebrauchen, egal in welchem Alter. Wenn ich Ihnen jetzt sage, wir würden uns auf den nächsten Herbstregen freuen, dann ist das total übertrieben. Aber auf den nächsten Nachmittag mit dem tiptoi® CREATE freue ich mich wirklich – viel zu selten hat die ganze Familie gemeinsam Spaß!
Anke Brinkmann lebt mit ihrem Mann und der fünfjährigen Tochter in München. Sie liebt es, Familiengeschichten zu schreiben – ihre eigenen und auch die von anderen. Dabei ist es ihr besonders wichtig, vom echten, ungeschminkten Leben als Familie zu erzählen. Zum Brüllen komisch und manchmal nervig und fordernd bis zum Anschlag! Als Autorin ihres persönlichen Blogs muttiglueck.de erreicht Anke jeden Monat sehr viele Eltern und hört sehr viele Geschichten. Einige davon teilt sie hier in ihrer Mama-Kolumne mit uns.

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