Wie entsteht ein Spiel?

Ravensburger gibt Einblicke in die Spiele-Entwicklung

Bis ein Spiel bei Ihnen zu Hause gespielt werden kann, vergehen meist Monate der Arbeit und der Produktion. Vielleicht haben auch Sie sich dabei schon einmal gefragt: Wie entsteht ein Spiel eigentlich? Wir nehmen Sie im Folgenden mit auf eine Reise in die Ravensburger Spiele-Entwicklung. Wir zeigen Ihnen am Beispiel von Kakerlaloop wie ein Spiel entsteht und gewähren Ihnen dabei tiefe Einblicke in die verschiedenen Prozessphasen der Spiele-Entwicklung - von der Idee bis hin zur Auslieferung.

Ein Spiel entsteht: Wie aus dem Labyrinth ein Looping wurde

Im Jahr 2013 wurde das Kinderspiel "Kakerlakak" im Handumdrehen zum Bestseller. In einem variablen Labyrinth müssen sich Kinder dabei auf die Jagd nach einer Kakerlake in Form eines Mini-Roboters begeben. Aufgrund des Erfolgs lag es für Ravensburger nahe, schnell in Sachen Krabbelspaß nachzulegen: "Kakerlaloop" sollte das neue Mitglied der "Kakerlakak"-Familie heißen und den Erfolg der Reihe fortsetzen. Doch wie entsteht aus der Spiel-Idee letztendlich ein spielbares Spiel? Wir haben die gesamte Entwicklung mit einer Fotografin begleitet und dokumentiert. Was aus der Spiel-Idee geworden ist erfahren Sie in der folgenden Bildergeschichte.

Entwurf der Spiel-Materialien

Die Spiel-Idee besteht bisher nur auf dem Papier. Nun müssen das Spielbrett und viele weitere Spiel-Materialien entworfen und konstruiert werden. Wie muss ein Looping konstruiert sein, dass die batteriebetriebene Kakerlake reibungslos und kopfüber hindurchklettern kann?

Auch der Spielablauf steht noch einmal kritisch auf dem Prüfstand. In unzähligen Tests diskutiert und tüfteln die Experten aus der Ravensburger Spiele-Redaktion an dem Spielemuster, bis alles rund läuft.
Expertenrunde in der Ravensburger Spiele-Redaktion

Simulation der Spiel-Materialien am Computer

Basierend auf den Test-Ergebnissen der Ravensburger Spiele-Redaktion entwirft eine Produktentwicklerin die geeignete Form der Loopings am Computer. Die Zeichnung dient später als Vorlage für die Spritzgussherstellung aus durchsichtigem Kunststoff.
Simulation der Spiel-Materialien am Computer

Härtetest im Kindergarten

Das erste Muster wurde inzwischen entwickelt. Eine Ravensburger Spiele-Redakteurin geht mit dem ausgeklügelten Spielemuster, der Kletter-Kakerlake und ersten Profi-Loopings zu den wichtigsten Personen, die jetzt über alles entscheiden: Kinder ab fünf Jahren.

Die Regeln sind schnell erklärt. Gespannt beobachtet sie die Reaktionen der Mädchen und Jungen um sowohl das Spiel-Konzept als auch die Spiel-Materialien noch einmal kritisch auf den Prüfstand zu stellen.

Die Kinder würfeln fieberhaft, lauschen dem unheimlichen Wuseln im Untergrund und sind geradezu gebannt vor Spannung, sobald die gefürchtete Kakerlake kopfüber durch einen Looping nach oben klettert! Das Spiel fesselt, funktioniert, macht Spaß.
Kinder spielen das Muster von Kakerlaloop

Die Qual der Wahl – Kakerlake und Käfer

Nachdem das Spiel-Prinzip und das Spiel-Material den Härtetest im Kindergarten erfolgreich überstanden haben, stellt sich die nächste wichtige Frage: Welche Kakerlake ist die schönste?

Zum Glück gibt es den Krabbel-Roboter in verschiedenen Designs. Schnell ist eine gewählt, die sich optisch gut vom Untergrund abhebt, und mit der Illustration des Spiels harmoniert. Von den Spielfiguren für die Kinder, den kleinen, runden Käfern, wählt das Redaktionsteam vier knallige Farben aus – für jedes Kind eine eigene.
Die Qual der Wahl – Kakerlake und Käfer

Qualitätsprüfung

Für das Spiel-Material steht nun die Qualitätsprüfung an. Sowohl der Looping und die Spielfiguren als auch das gesamte weitere Material müssen sich hierbei verschiedenen Tests unterziehen.

Bei Ravensburger stehen Materialqualität und Sicherheit an erster Stelle. Bevor ein Spiel in die Produktion geht, werden neue Spielteile auf Herz und Nieren getestet. Die Loopings werden zum Beispiel mit einer Schlagprüfung, bei der ein Ein-Kilo-Gewicht aus 120 mm Höhe darauf fällt, auf Beständigkeit im Alltag geprüft.
Das Spiel-Material bei der Qualitätsprüfung

Eine letzte Korrekturphase

Nach der mehrfachen inhaltlichen und materiellen Qualitätsprüfung durchläuft das Spiel noch eine letzte Korrekturphase.

Die Redakteurin feilt zum letzten Mal an den Spielregeln, bis diese leicht verständlich sind und die Bilder zum Text passen. Auch an der Illustration für den Spielplan, am Design der Spieleschachtel und der Spielfiguren werden letzte Details verbessert, bis alles perfekt ist.
Ravensburger Spiele-Redakteurin nimmt kleine Korrekturen vor

Serienproduktion

Nach den zahlreichen Tests und der letzten Korrekturphase geht das neue Spiel endlich in die Serien-Produktion. In der hauseigenen Druckerei kontrollieren die Fachleute, ob die Schachtelüberzüge für "Kakerlaloop" die richtigen Farben haben und passgenau gedruckt worden sind. Pro Stunde druckt die Sechsfarb-Offset-Bogendruckmaschine 15.000 Bögen eines leinengeprägten Spezialpapiers.
Kakerlaloop in der Serienproduktion

Letzte Kontrolle

Auch im Laufe der Produktion wird das gedruckte Material, wie etwa die Produktverpackung, noch einmal verschiedenen Qualitätsprüfungen unterzogen. Beispielsweise prüft ein Drucker mit einem so genannten Fadenzähler, ob die einzelnen Farbpunkte exakt aufeinander passen.
Drucker prüft die Farbgebung des Spiel-Materials

Endmontage

Am Fließband legen fleißige Hände Kakerlake, Käfer, Spielplan und Spielregel in die zuvor mit dem Überzugspapier kaschierten Schachteln. Dann kommt der Deckel drauf, die Schachtel wird mit Schutzfolie eingeschweißt, und "Kakerlaloop" ist fertig! Stichprobenartig prüfen die Mitarbeiterinnen Inhalt und Verpackung.
Kakerlaloop in der Endmontage

Auslieferung

Schon wird die erste Bestellung von "Kakerlaloop" eingepackt und an einen Spielwarenhändler ausgeliefert. Dann dauert es nicht mehr lange, bis die Neuheit in einem Kinderzimmer landet und dort für Spaß und fröhliche Stimmung sorgt!
Kakerlaloop in der Auslieferung

Spielspaß

Des einen Freud, des anderen Leid: Wen hat die blitzschnell krabbelnde Roboter-Kakerlake dieses Mal erwischt? Wenn sie urplötzlich in einem der beiden Loopings auftaucht, ist Chaos vorprogrammiert und die Nerven der Mitspieler liegen blank. Der Mix aus Würfel-Hektik und Hochspannung macht "Kakerlaloop" zu einem aktionsreichen wie emotionsgeladenen Spiel!
Kinder spielen Kakerlaloop
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