"Ich möchte ein Haustier!"

5 Gründe, warum Tiere so positiv auf Kinder wirken

Warum Haustiere gut für Kinder sind

"Mama, Papa, können wir auch ein Haustier haben?" – Bei fast allen Kindern steht ein eigenes Tier ganz oben auf der Wunschliste. Und das aus mehr als einem guten Grund: Viele Studien und noch mehr Alltagserfahrungen zeigen, wie positiv die Effekte von Hund, Katze, Kleintieren, Vögeln & Co. auf Kinder und die ganze Familie sind.

Grund Nr. 1: Tiere stärken das Selbstbewusstsein
"Entwicklungshelfer auf vier Beinen" – so umschreibt der Forschungskreis „Heimtiere in der Gesellschaft“ den aktuellen Stand der Wissenschaft zu den Effekten der Tierhaltung auf eine gesunde kindliche Entwicklung. Tiere im Familienalltag unterstützen die emotionale Entwicklung der Kinder, stärken kindliches Wohlbefinden und Selbstbewusstsein. So fühlen sich Kinder, die ein Haustier haben, weniger einsam, und häufig schenken die Familientiere ihren kleinen Freunden eine Extraportion Mut. Gleichzeitig wird beim Streicheln von Haustieren wie Hund, Katze oder Meerschweinchen das entspannende Kuschelhormon Oxytocin ausgeschüttet. Ein wertvoller Ausgleich zum durchgetakteten Alltag von Kindergarten- oder Schulkindern.

Grund Nr. 2: Tiere fördern Achtsamkeit und Kommunikation
Kinder, die mit Tieren aufwachsen, lernen im Kontakt mit ihnen, aufmerksam zu sein. Wie süß und putzig ist ein kleiner Hamster, wenn er sich mit seinen Pfötchen etwas in die Backen schiebt. Und Katzen schnurren ganz gemütlich, wenn sie das Streicheln genießen, aber manchmal wollen sie auch in Ruhe gelassen werden. Ganz selbstverständlich schult der Umgang mit Tieren die Beobachtungsgabe sowie die Reaktionen der Kinder auf das Beobachtete. Sie lernen in vielen Alltagssituationen, achtsam zu sein, Rücksicht zu nehmen, verschiedene Signale zu deuten, zuzuhören und sich entsprechend zu verhalten – eine großartige Basis für gute und konstruktive Kommunikation.
Grund Nr. 3: Tiere sind die besten Zuhörer

Dass sich Kinder, die ein Haustier haben, weniger einsam fühlen, haben wir schon festgestellt. Vielleicht auch deshalb, weil Tiere wunderbare Zuhörer sind? Man kann ihnen alles erzählen. Sie sind einfach da, spitzen aufmerksam die Ohren oder liegen entspannt da und stellen keine unangenehmen Fragen. Immer mehr Hunde werden deshalb auch beim Lesenlernen und in der Leseförderung eingesetzt, zum Beispiel in Hamburg, wo Lesepudel Benson wirkt. Der weiße, allergikerfreundliche Königspudel ist der einzige vierbeinige Mitarbeiter in der Bücherhalle Bergedorf, und die Kinder dort dürfen ihm Geschichten vorlesen. Sein Frauchen, Bibliothekarin Isabelle Jährig, erzählt: "Gerade Mädchen oder Jungen, die sich mit dem Lesen schwertun, werden von Benson immer wieder positiv ermuntert und bestärkt, weiterzulesen. Seine Ruhe überträgt sich auf die Kinder, Benson verbessert oder kritisiert niemanden, er hört jede Geschichte gern, und die Kinder lieben ihn dafür."
Bibliothekarin Isabelle Jährig mit Hund Benson
Grund Nr. 4: Tiere wecken den Forschergeist
Aber nicht nur Kontakt, Kuscheln und Zuhören zählen, sondern Kinder sind auch fasziniert von der beeindruckend vielfältigen Welt der Tiere. Sachbücher mit Tieren sind im Kindergarten- und Grundschulalter der große Hit, Mädchen und Jungen in dieser Altersgruppe zeichnen sich durch besondere Wissbegier und Forschergeist aus. Den können Haustiere wie Vögel, Fische (in einem Einsteigeraquarium) oder Achatschnecken auch zu Hause fördern. Wie aufregend ist es, eine der großen Schnecken vorsichtig in die Hand zu nehmen, in einem Aquarium die Wasserqualität zu bestimmen oder einem Wellensittich Sprachunterricht zu geben. Keine Frage: Haustierhaltung fördert das kindliche Wissen und Verständnis für Tiere und Natur.

Grund Nr. 5: Tiere heben das Verantwortungsgefühl
Natürlich sollten Kinder noch nicht allein die Verantwortung für ein Haustier übernehmen, sondern sind auf die Unterstützung ihrer Eltern angewiesen. Aber je nach Alter können sie einfache Aufgaben in der Tierhaltung übernehmen, und das wiederum hat einen positiven Einfluss auf die Entwicklung ihrer Ausdauer, Geduld und intellektuellen Reife. So hat eine Studie der US-Universität Texas mit an Diabetes erkrankten Heranwachsenden gezeigt, dass schon das regelmäßige Kümmern um einen Fisch den Teenagern geholfen hat, auch mit sich selbst verantwortungsbewusster umzugehen. Ein schönes Ergebnis.

Tipp: Auf der Webseite "Kinder und Tiere" des Forschungskreises "Heimtiere in der Gesellschaft" gibt es interessante Studien zum Thema, Informationen für Eltern und Tipps zur Wahl des Tieres. Soll es ein Hund oder eine Katze sein, Fische, Vögel oder vielleicht doch ein Nager? Welches Tier passt am besten in unsere Familie? Eine Übersicht in Tabellenform hilft bei der Entscheidung und zeigt in Form einer Checkliste alle wichtigen Fragen, die berücksichtigt werden wollen.

Unser Geschenk für Sie!

Wir haben für Sie passend zum Thema "Tiere" ein paar Downloads für Sie zusammen gestellt. Hier können Sie mit Ihren Kindern Malen, Basteln und kreativ sein. Viel Spaß damit!

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