Umweltschutz im Alltag

"Wir fassen uns an die eigene Nase und spielen jetzt Umweltbingo"

Family & Friends Mama Anke berichtet über Umweltschutz im ihrem Alltag

Ganz aufgeregt kam unsere Tochter letztens nach Hause. "Mama, stell dir mal vor, auf unserem Spielplatz liegt ganz viel Müll! Der ganze Sandkasten voller Bierdosen und Kippen. Auf der Rutsche lagen alte Plastiktüten!" Sie schimpfte und fluchte, rannte in ihr Zimmer und war fassungslos.

Als der erste Ärger verzogen war, kam sie zu mir in die Küche und wollte über die schlimmen Leute reden, die so etwas machen. Einfach die Umwelt verschmutzen und das auch noch auf einem KINDERSPIELPLATZ! Zunächst bestärkte ich sie in ihrem Unmut. Natürlich ist es unmöglich, einfach Müll auf einen Spielplatz zu werfen. Wir leben natürlich umweltbewusst.

Da fiel mir auf, dass in ihrem Zimmer noch Licht brannte und ich das Radio im Wohnzimmer angelassen hatte. Ein Blick durch die Küche zeigte mir Erdbeeren aus Israel, die Spülmaschine hatte ich angestellt, obwohl sie nicht ganz gefüllt war, und dank der großen Kunststoffverpackungen des Gemüses aus dem Supermarkt war der Mülleimer schon wieder voll.

"Fassen wir uns einmal an die eigene Nase", sagte ich zu meiner Tochter. "Wieso hast du eine Umweltspürnase?", fragte sie prompt. Ich bat sie, das Radio im Wohnzimmer und das Licht in ihrem Zimmer auszumachen, kochte uns eine Tasse Kakao und dann redeten wir. Wie das ist mit der Umwelt. Warum Müll auf den Spielplatz schmeißen genauso falsch ist wie Erdbeeren im Februar. Was so wichtig daran ist, nicht immer das Auto zu nehmen und warum es uns Menschen so schwerfällt, unser Verhalten zu verändern. Allen Menschen. Den Idioten vom Spielplatz genauso wie ihr und mir.

Licht ausmachen, Wasser sparen, Müll trennen

Als wir so eine Liste gemacht haben, was wir bei uns ändern können, waren wir beide erschrocken, weil sie so lang wurde. Punkte wie "Licht ausmachen, Wasser sparen, Müll trennen" sind für uns einfach. Das läuft bei uns sowieso schon gut. Da standen aber auch Sachen auf der Liste, die uns nicht so gut gefallen haben.

Zum Beispiel keine Ananas mehr zu essen, ist für uns beide undenkbar. Ehrlich gesagt überbrücke ich mit Ananas und Erdbeeren (zu jeder Jahreszeit) so manchen Süßhunger meiner Kleinen.

Da hatte meine Tochter eine gute Idee, die unser Leben ziemlich auf den Kopf gestellt hat: "Wie wäre eine Punkteliste für gute Sachen, die man macht, und wenn man genug beisammen hat, darf man etwas Schlechtes machen?" "Etwas Schlechtes? Wie zum Beispiel Müll auf den Spielplatz kippen?", fragte ich. "Also Mama, für so was gibt es auch noch eine echte Verbotsliste!"
Mutter und Tochter trennen Müll
Ich fand die Idee richtig gut, weil es ja nicht darum geht, nie wieder Ananas zu essen oder nicht mehr mit dem Flugzeug in den Urlaub zu fliegen. Es geht darum, erst mal zu verändern, was ohne große Umstellung möglich ist. Die Dinge zur Gewohnheit zu machen, die wirklich nur bedeuten, auf ein bisschen Bequemlichkeit zu verzichten. Das Fahrrad nehmen zum Einkaufen, das Auto nicht jede Woche waschen, bei schönem Wetter die Wäsche auf der Leine und nicht im Trockner trocknen. Obst und Gemüse dort kaufen, wo sie nicht in riesigen Plastikschalen angeboten werden.

Wir kauften uns erst mal "Wir schützen unsere Umwelt" aus der Reihe "Wieso? Weshalb? Warum?", um gemeinsam zu überprüfen, ob unsere Listen denn vollständig sind.

Unsere Produktempfehlung:
Wieso? Weshalb? Warum? Wir schützen unsere Umwelt

Schon Kinder sind offen für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur. Das Buch vermittelt, warum wir sparsam mit Strom und Wasser umgehen sollten, welche Bedeutung Wälder für unser Klima haben und wieso Umweltschutz auch Tierschutz ist. Kinder erfahren außerdem, warum es für die Umwelt besser ist, saisonale Produkte zu kaufen, wie man Verpackungsmüll einspart - und dass es Spaß macht, selbst aktiv zu werden.
Das Buch zeigt detailliert und kindgerecht die Zusammenhänge zwischen unserem Verhalten und den Auswirkungen auf unsere Umwelt. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich auch einiges dazugelernt habe.

Die Liste, mit der man Punkte sammeln kann, sieht aktuell so aus:

  • Regional und saisonal einkaufen
  • Weniger Fleisch und Milchprodukte essen
  • Das Fahrrad nehmen
  • Wasser nicht ohne Grund laufen lassen
  • Strom ausschalten, wenn er nicht gebraucht wird
  • Heizung abdrehen, wenn man das Haus verlässt
  • Nicht so viel online einkaufen

Unsere absolute Verbotsliste mit Dingen, die man nicht tun darf, sieht so aus:

  • Müll in die Natur schmeißen
  • Das Auto jede Woche waschen
  • Papier und Glas nicht getrennt entsorgen
  • Getränke in Plastikflaschen kaufen
  • Einweggeschirr verwenden
  • Plastiktüten verwenden
  • Wasser unnötig laufen lassen
Eigentlich ganz übersichtlich. Vor allem sprechen wir viel über die Listen, weil man natürlich mitteilen möchte, wofür man sich einen Punkt einträgt. Ich für meinen Teil stelle fest, dass sich mein Einkaufsverhalten stark verändert hat. Mein Mann nimmt jetzt grundsätzlich das Fahrrad zur Arbeit (was ihm täglich Punkte einbringt) und meine Tochter wacht wie eine Bulldogge über den Stromverbrauch.

Ich möchte extra dazu sagen, dass unsere Listen sicher weder vollständig sind, noch irgendeine allgemeine Gültigkeit haben. Es gibt Familien, da ist es nicht denkbar, das Auto mehr als eine Woche nicht zu waschen. Ein Verzicht auf Plastikflaschen kann aus finanziellen Gründen nicht möglich sein. In ländlichen Gegenden ist der Verzicht auf das Auto oft wirklich schwierig und so weiter.

Ich erzähle hier nur von UNSEREN Listen. Es ist wie mit dem Müll auf dem Spielplatz und unserem eigenen Handeln: Wenn jeder sich an die eigene Umweltspürnase fassen und versuchen würde, ein bisschen etwas zu verändern, dann wäre es in der Summe viel. Das möchte ich meinem Kind vermitteln.

Wir leben jetzt seit zwei Monaten mit diesem Spiel und manchmal ist es anstrengend. Natürlich ist unsere Tochter mit Fiebereifer dabei und manchmal raubt sie uns auch ein bisschen den Nerv. Keine noch so kleine "Sünde" bleibt unausgesprochen. "Mama, das Licht in der Küche brennt noch. Ich mache es jetzt aus und dafür bekomme ich einen Punkt." Es wird niemanden verwundern, dass das Punktekonto der Kleinsten am größten ist.

Wenn wir alle gemeinsam 1000 Punkte zusammenhaben, fliegen wir mit gutem Gewissen in den Urlaub. Wir Großen nennen das Spiel Ökobilanz und schreiben kluge Dinge darüber, denken wissenschaftlich darüber nach und so weiter. Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, ob unsere Maßnahmen in der Ökobilanz ausreichen, um eine Reise mit dem Flugzeug nach Ägypten wieder auszugleichen. Das finde ich aber auch ziemlich egal. Wir leben bewusster, wir ändern unser Verhalten und das spielerisch. Meine Tochter ist jetzt sieben Jahre alt und ich möchte in dem Gefühl leben, dass auch sie noch mit ihren Kindern bei einem Kakao Pläne für ihr Leben machen kann. Das ist wichtig!

Family & Friends Tipp:

Autorin Cally Stronk sensibilisiert Erstleser für den Umweltschutz - Ihr aktuelles Buch behandelt die Plastikmüll-Problematik

Im neuen Band der Kinderbuchreihe „Leonie Looping“ erleben Leo, Flo und die Schmetterlingselfen die fatalen Auswirkungen, die Plastikmüll auf das Meer und die Umwelt haben. In „Kleine Robbe in Not“ gelingt es Cally Stronk auf besondere Weise den aktuellen Diskurs des Stoffes spannend, witzig und kindgerecht aufzubereiten.
Die Reihe „Leonie Looping“, die Cally Stronk gemeinsam mit der Illustratorin Constanze von Kitzing erschaffen hat, ist nicht nur eine fantasievolle Erstlese-Reihe, um Kinder fürs Lesen zu begeistern, die beiden möchten auch wichtige Inhalte und Werte vermitteln. Besonders bedeutend ist für die beiden Frauen das Thema Umwelt: Bienen, Recycling/ Upcycling, Müll oder der Klimawandel.

„Das alles sind Angelegenheiten, die auch Kinder schon beschäftigen und über die sie reden möchten“, berichtet Stronk.
Deshalb behandelt jedes LeonieLooping-Buch ein spezifisches Umweltthema.
Im siebten und aktuellen Band der Reihe liegt der Fokus auf der Plastikverschmutzung in den Weltmeeren – ein Herzensthema des Duos „Plastikmüll hat katastrophale Auswirkungen auf unsere Umwelt. Da muss wirklich umgedacht werden in unserer Gesellschaft“, fordert Cally Stronk.

In ihren Büchern fungiert daher Leonie Looping als starke Protagonistin mit Vorbildcharakter, die mutig und aus dem Herzen heraus handelt. Stronk und von Kitzing lassen sie spannende Abenteuer erleben und transportieren zudem Werte wie Hilfsbereitschaft, Umweltbewusstsein und Toleranz.
In „Kleine Robbe in Not“ fahren Leonie und die Schmetterlingselfen in den Urlaub an die Nordsee. Dort müssen sie feststellen, dass der achtlos weggeworfene Plastikmüll am Strand fatale Folgen für die Umwelt hat. So helfen die Freunde nicht nur einer kleinen Robbe, die ein Plastikteil verschluckt hat, sondern auch Möwen die sich in einem Plastiknetz verfangen haben. Am Ende können sie sogar andere Kinder motivieren, den Strand gemeinsam aufzuräumen. Cally Stronk legt Wert darauf, dass die Kinder verstehen, dass Alter und Körpergröße nicht wichtig sind, um etwas zu verändern: „Auch die haarspangengroßen Schmetterlingselfen können sich für die Umwelt einzusetzen und etwas verändern.“

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