Halloween - Ursprung und Bedeutung

Wieso feiern wir Halloween?

Süßes, sonst gibt's Saures!

In der Nacht vom 31. Oktober treiben die „Untoten“ traditionell ihr schauriges Unwesen. Der Brauch von Halloween boomt auch in Deutschland - dabei geht es bei diesem Feiertag aber tatsächlich um sehr viel mehr als nur schaurigen Grusel-Spaß und Unmengen von Süßigkeiten.

Eine echte Horrornacht...
Einmal im Jahr – zu Halloween – erwachen sie zum Leben, die furchtbarsten Gruselgestalten in schauriger Aufmachung: Vampire, Zombies, Monster, Mumien, Geister und all die anderen blutrünstigen Fabelwesen. Wenn die Dunkelheit anbricht, ziehen Klein und Groß von Haus zu Haus und verlangen süßen Schutzzoll für ihren gespenstischen Schabernack.


Was wirklich dahinter steckt...
Was die wenigsten wissen: Halloween ist weit mehr als gruseliger Gespenster-Schreck und Süßigkeiten-Rausch. Was als Verkaufstrick der Konfekt- und Kostümindustrie boomt, basiert tatsächlich auf Jahrhunderte altem Brauchtum aus Irland. Der Ursprung von Halloween lässt sich nämlich bis 1830 zurück datieren.


Die Nacht vor Allerheiligen
Schon vor über 2.000 Jahren feierten die Kelten am 31. Oktober das Ende des Sommers („Samhain“). An diesem Tag gedachten sie auch ihren Toten, so wie wir am katholischen Feiertag Allerheiligen. Das heidnische Totenfest, auch „All Hallows Eve“ („Abend vor Allerheiligen“) genannt, und unser Allerheiligen stehen also in direktem Bezug zueinander.


Auf nach Amerika!
Tatsächlich waren es die Iren - und nicht wie allgemein angenommen - die Amerikaner, die Halloween „erfanden“. Irische Einwanderer brachten das Totenfest im 19. Jahrhundert in der großen Auswanderungswelle mit nach Amerika und führten den Brauch dort weiter. Die Amerikaner adaptierten die Feierlichkeit und so wurde es schließlich über die Jahre hinweg zum heutigen Gruselspaß mit kommerziellem Kultcharakter.
Auch der Brauch, zu Halloween Kürbisse auszuhöhlen und mit einer brennenden Kerze im Inneren aufzustellen, stammt aus Irland. Einer alten Legende nach trickste der Gauner Jack Oldfield einst den Teufel aus und musste dafür zur Strafe nach seinem Tod ewig durch die Dunkelheit wandeln.


Kleines Licht in der ewigen Dunkelheit
Einziges Licht bot ihm ein Stückchen glühende Kohle und eine Rübe. Da Kürbisse in Amerika weiter verbreitet sind und sich zudem auch besser aushöhlen lassen, ersetzten sie bald die Rübe; heute sind die kunstvoll geschnitzten Kürbisfratzen, die durch das flackernde Kerzenlicht zu Leben erweckt werden, aus der Gruselnacht – und sogar aus der Herbstzeit - nicht mehr wegzudenken.


Wie Halloween nach Deutschland kam
In den 90er Jahren tobte im Irak der Krieg und die furchtbaren Bilder lösten tiefste Bestürzung und Entsetzen aus – so auch in Deutschland. Es war schlichtweg undenkbar, in solch schrecklichen Zeiten den traditionellen Karneval zu feiern. Niemand wollte buntes, närrisches Treiben, während anderswo unzählige unschuldige Menschen starben.

Ersatzfest
So kam es, dass der Karneval 1991 in Deutschland ausfiel – aber die Läden waren bereits voll mit Kostümen und Dekoartikeln. Findige Geschäftsleute kamen auf die Idee, Halloween in Deutschland zu etablierten und anstatt des fröhlichen Karnevals den düsteren Fasching aus den USA zu feiern. Und so feiern wir Deutschen auch heute jedes Jahr und mit großer Freude das einstige Totenfest der irischen Kelten.


Die Gruselnacht in Zahlen
Statistiken belegen, wie der Halloween-Hype von Jahr zu Jahr in Deutschland zunimmt: drei von vier Familien in Deutschland feiern jedes Jahr Halloween. Berlin gilt dabei als Grusel-Hochburg mit den meisten Schauder-Partys, Bayern ist Nummer 1 unter den Kürbis-Lieferanten: Der Großteil der rund 70.000 Tonnen des jährlichen Halloween-Gewächses* wird hier produziert.


Das Geschäft blüht
Der Halloween-Hype zeigt sich auch in den Verkaufszahlen**: So wurden vergangenes Jahr rund 600.000 Kostüme und 1,3 Millionen Schminksets im Wert von ca. 28 Millionen Euro verkauft. Und auch bei den Süßwaren erreichen die Umsätze schwindelerregende Höhen von rund 164 Millionen Euro alleine nur in der Woche um Halloween.


Grusel-Spaß für die ganze Familie
Der große Spaß an Halloween ist und bleibt das Sich-Verkleiden, für eine Nacht jemand ganz anderes zu sein und ausgelassen zusammen zu feiern. Vor allem für die Kleinen ist das Kostümieren und der Beutezug um die Häuser einfach ein Highlight – und für Familien ein schöner Anlass, um mal wieder alle zusammen etwas Tolles zu erleben.


Einfach mitmachen
So denn, Ihr Geschöpfe der Dunkelheit. Ziehet aus und löscht Euren nicht enden wollenden Durst nach... Süßigkeiten! Und dabei niemals die Parole vergessen: „Süßes, sonst gibt’s Saures!“

* Quelle: https://www.presseportal.de/pm/107460/2864349
** Quelle: https://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/wirtschaftsfaktor-halloween-die-deutschen-lieben-den-wohligen-schauer/12519718-2.html?ticket=ST-7183980-6aoOxbg9MQH5UsjfcdNU-ap2

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