Alleine spielen

Wie beschäftigt sich mein Kind selbst?
Ob klein oder groß: Alle Menschen brauchen hin und wieder Zeit und Raum, um sich auf sich selbst zu konzentrieren und zu besinnen. Bewusste Ruhe, Auszeiten und Rückzugsmöglichkeiten sind nicht nur erholsam, sondern auch gesund. Kinder spielen sehr gern mit anderen zusammen, aber manchmal brauchen sie auch Zeit und Raum, sich allein zu beschäftigen. Dabei sammeln sie wichtige Erfahrungen und werden selbstständiger.

Warum ist Alleinspielen gerade für Kinder so wichtig?
Alleinspielen ist deshalb so wichtig, weil es schon früh die eigene Selbstwirksamkeit von Kindern stärkt. Erste Selbstwirksamkeitserfahrungen sammeln Babys zum Beispiel, wenn sie mit einem Bauklotz spielen und selbstversunken ausprobieren, was man damit alles machen kann. Sie erfahren so, dass ihr eigenes Tun etwas bewirkt. Im Kindergarten- und Grundschulalter erfahren die Kinder die Konsequenzen ihres Tuns durch vielerlei Situationen und kleine Experimente: „Wenn ich A mache, passiert B …“. Aus den täglichen Erfahrungen wächst so schrittweise die innere Überzeugung, Dinge ganz allein und aus eigener Kraft zu tun und erfolgreich meistern zu können.

Was wird beim Alleinspiel gelernt? Und was, wenn Kinder mit anderen Kindern spielen?
Das Alleinspiel fördert die Aufmerksamkeit, Konzentration und die Entwicklung von Selbstwirksamkeit – das sind wichtige Kompetenzen, um darauf aufbauend weitere Lernerfahrungen zu machen und die eigenen Fähigkeiten gut einschätzen zu können. Im Spiel mit Gleichaltrigen erweitert sich der „Wirkungskreis“: Im Miteinander lernen die Kinder, wie sich ihr Verhalten auf andere auswirkt. Wollen zum Beispiel beide dasselbe Spielzeug, lernen Kinder, Kompromisse zu schließen, sich mal durchzusetzen, aber auch mal nachzugeben. In Rollenspielen lernen sie, sich in andere Menschen hineinzuversetzen.

Ab wann können Kinder allein spielen?
Kleine Kinder beschäftigen sich schon mal bis zu einer halben Stunde allein, Kinder ab drei Jahren auch ausgiebiger und länger. Sie beginnen, das Alleinsein zu genießen, und ziehen sich gern mal zurück, um in Ruhe zu spielen, zu malen oder zu basteln.

Wie beschäftigt sich mein Kind selbst und was kann ich dazu beitragen?
Das Wichtigste ist, das Alleinspiel im Alltag überhaupt zu ermöglichen und immer wieder zu fördern. Neben dem streng durchorganisierten Schulalltag ist es manchmal gar nicht so einfach, eine ruhige Zeit ohne Verabredungen zu finden, um einfach mal frei und ungestört zu sein. Dabei ist gerade das wichtig: neben dem Schulalltag und der Beschäftigung mit dem Smartphone, Tablet oder PC auch Ruhezeiten zu haben, in denen man nicht von unzähligen und immer neuen Außenreizen abgelenkt wird, sondern Zeit hat, zu sich zu kommen.

Ist Spielen mehr als einfach nur „Beschäftigung“?
Auf jeden Fall. Kinder spielen konzentriert und voller Hingabe. Ob sie etwas genau betrachten, untersuchen oder begeistert ausprobieren, Kinder üben mit jedem Spiel eine Menge unterschiedlicher Dinge.

Wie kann man sich denn gut allein beschäftigen?
Da gibt es eine Menge verschiedener Möglichkeiten. Viele Kinder lieben kreative Tätigkeiten wie Malen oder Basteln und kommen dabei in einen guten Kontakt mit den eigenen Fähigkeiten. Andere lesen gern. Oder mögen das Puzzeln, weil es etwas fast Meditatives hat und gleichzeitig tolle Erfolgserlebnisse bietet, wenn man endlich ein lange gesuchtes Teil findet. Und wieder andere Kinder lieben vielleicht knifflige Aufgaben oder Denk- und Logikspiele. Allen diesen Beschäftigungen ist eins gemeinsam: Sie ermöglichen Kindern eine erholsame Auszeit, in der sich Gefühle und Eindrücke aus der Schule in Ruhe ordnen und setzen können.

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