Familie und Beruf
Ravensburger bietet Mitarbeitern Notfall-Krippenplatz
Ravensburg – als erstes Wirtschaftsunternehmen im Kreis Ravensburg stellt das durch seine Spiele und Bücher bekannte Unternehmen Ravensburger AG seinen Mitarbeitern einen garantierten Notfall-Krippenplatz. Berufstätige Eltern können ohne Vorankündigung ihr Kind wenige Minuten vom Unternehmen entfernt in einer von Ravensburger unterstützten Kinderkrippe unterbringen, wenn plötzlich der Babysitter oder beispielsweise die Oma ausfällt. Nach den Baumaßnahmen stehen ab September 2009 der Notfallplatz und zwei weitere Krippenplätze zur Verfügung. Darüber hinaus ist das Unternehmen bereits auf der Suche nach weiteren Krippenangeboten: Mitarbeiter sollen Familie und Beruf im Unternehmen leichter vereinbaren können.
„Die Betriebskrippenplätze sind ein Angebot an unsere Eltern mit Kleinkindern, wieder möglichst früh ins Berufsleben zurückzukehren“, sagt Rainer Lohmann, Personalleiter der Ravensburger AG. Der Bedarf bei den Mitarbeitern sei da, das Interesse an kürzeren Elternzeiten nütze aber auch dem Unternehmen, ein Gewinn also auf beiden Seiten: „Wir wollen den Kontakt gar nicht erst abreißen lassen. Je früher die Eltern wiedereinsteigen, umso höher ist die Chance für die Mitarbeiter, nach kurzer Überbrückung genau ihren alten Arbeitsplatz wieder zu besetzen. Außerdem bleibt das Knowhow erhalten und der Wiedereinstieg gestaltet sich umso leichter.“
Zuvor prüfte Ravensburger bereits, inwieweit Kindergartenplätze für die berufstätigen Eltern von Nutzen seien. Doch Bedarf herrschte viel eher bei Krippenplätze für Kinder unter drei Jahren. Daraufhin initiierte die Ravensburger AG mit der Stadt Ravensburg, die als öffentlicher Träger den Ausbau von Betreuungsangeboten vorantreibt, und der Kindertagesstätte „Kinderwelt e.V.“ eine Kooperation, bei der das Angebot der Kindertagesstätte um zehn Betreuungsplätze erweitert wurde. Drei davon konnte Ravensburger für sich verbuchen. Diese Plätze auch an Mitarbeiter vergeben werden können, die außerhalb von Ravensburg wohnen und sonst gar keine Möglichkeiten in der Nähe des Arbeitsplatzes hätten. Im Gegenzug bezuschusst das Unternehmen die Einrichtung der zehn neuen Krippenplätze und zahlt Beiträge für die drei Ravensburger Plätze an die Kinderwelt e.V. Außerdem hilft die Ravensburger Juniorenfirma beim Umzug und Renovieren der neuen Krippen-Räume.
Pädagogisch wertvoll, mit praktischen Öffnungszeiten
Die drei Krippenplätze für Ravensburger sind nur fünf Geh-Minuten vom Unternehmen entfernt. Kleinkindern dürfte das besondere pädagogische Konzept gefallen, sogar ein „Matschraum“ und ein „Sinneszimmer“ sind vorgesehen. Eltern wiederum schätzen die flexiblen Öffnungszeiten der Kinderwelt: sie ist nicht nur in den Ferien sondern auch über die typischen Kernzeiten hinaus geöffnet: Berufstätige können zum Beispiel auf eine Betreuung schon während der Frühschicht bauen.
Solche Angebote dürften bei Ravensburger Mitarbeitern auf starke Nachfrage stoßen. Die Vergabe der Plätze erfolgt nach definierten Kriterien: Je früher und umfangreicher die Eltern wieder ins Berufsleben einsteigen, desto mehr steigen die Chancen auf einen Krippenplatz. Erste konkrete Anfragen gingen schon an die Personalabteilung, bevor die neuen Krippenplätze im Unternehmen publik waren.
Ravensburger unterstützt seine Mitarbeiter seit Jahren mit familienfreundlichen Maßnahmen, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie erleichtern: Dazu gehören auch die Vermittlung einer Tagesmutter oder einer Ferienbetreuung, Einrichtung von HomeOffice-Arbeitsplätzen, flexible Arbeitszeit- und Teilzeitmodelle, die dem Familienleben entgegenkommen oder Angebote zum Wiedereinstieg während und nach der Elternzeit. Die neuen Kinderkrippenplätze werden vermutlich schnell vergeben sein. Weitere Kooperationen sind geplant, erste Verhandlungen sind im Gange.